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Werkseinstellungen: gezielt oder vollständig zurücksetzen

Menü → Einstellungen → System → Werkseinstellungen setzt Konfigurationsdaten des laufenden Images zurück. Dabei wird kein neues Image heruntergeladen oder geflasht. Installierte Plugin-Pakete werden durch diesen Dialog nicht pauschal deinstalliert; ihre Konfiguration kann jedoch entfernt werden.

Werkseinstellungen mit vollständigem Zurücksetzen
Die Werkseinstellungen öffnen zunächst die Auswahl für einen vollständigen Reset. Für die Aufnahme wurde kein Reset ausgeführt. Originalbild öffnen ↗

Eine Einstellungssicherung anlegen und außerhalb der Box aufbewahren. Senderlisten, Timer, Zugangsdaten und individuelle Skineinstellungen können sonst verloren gehen. Laufende Aufnahmen und andere Aufgaben vorher beenden.

Die Festplatte wird durch diesen Dialog nicht formatiert. Aufnahmeziele können danach trotzdem unerreichbar sein, weil Mount- oder Pfadeinstellungen fehlen. Die eigene Konfiguration kann außerdem außerhalb von /etc/enigma2 liegen: Ein Werksreset ist keine vollständige Bereinigung sämtlicher Dateien des Linux-Systems.

Vollständiges Zurücksetzen = Ja entfernt den Inhalt des Enigma2-Konfigurationsverzeichnisses und spielt vorhandene Image-Vorgaben ein. Die Netzwerkkonfiguration wird ebenfalls auf die ausgelieferte Vorgabe zurückgesetzt. Bei der üblichen Vorgabe ist Ethernet aktiv und verwendet DHCP; die SSH-Adresse kann sich dadurch ändern.

Für eine gezielte Auswahl zunächst Vollständiges Zurücksetzen = Nein wählen. Zusätzliche Zeilen erscheinen nur, wenn der Dialog entsprechende Dateien gefunden hat. Im geprüften Stand sind die Teiloptionen zunächst auf Ja voreingestellt: deshalb jede sichtbare Zeile prüfen und nicht gewünschte Löschungen auf Nein setzen.

Teiloption Was betroffen ist
Netzwerkkonfiguration zurücksetzen Adapterkonfiguration auf Image-Vorgabe zurücksetzen; zusätzliche Schnittstellenkonfigurationen können entfallen.
Bouquet-/Empfangsdaten entfernen lamedb, lamedb5, bouquets.* und userbouquet.*; Timer finden ihre Sender anschließend möglicherweise nicht mehr.
Benutzeroberflächendaten entfernen Eigene keymap.xml, menu.xml, setup.xml im Konfigurationsverzeichnis.
Netzwerk-Mountdaten entfernen Erkannte Mountdateien, etwa automounts.xml und Cachedateien; darin können Anmeldedaten stehen. Externe fstab-/autofs-Dateien gesondert betrachten.
Plugin-Einstellungsdaten entfernen Als Plugin-Daten eingeordnete Dateien im Enigma2-Konfigurationsverzeichnis; kein allgemeiner Paket-Uninstaller.
Fortsetzungsdaten entfernen resumepoints.pkl für Medienfortsetzung; dies ist nicht dasselbe wie das Löschen aller .cuts-Dateien bei Aufnahmen.
Einstellungsdaten entfernen Die zentrale Datei /etc/enigma2/settings; Tuner-, GUI- und viele Pluginwerte fallen auf Vorgaben zurück, der Startassistent wird wieder aktiv.
Skindaten entfernen Erkannte benutzerbezogene Skin-XMLs sowie dort gespeicherte Bild-/Logoanpassungen.
Timerdaten entfernen Erkannte timers.xml, autotimer.xml, scheduler.xml und ältere pm_timers.xml.
Sonstige Daten entfernen Dateien/Verzeichnisse, die nicht in die anderen Gruppen fallen. Vor dieser breiten Auswahl den eigenen Datenbestand besonders sorgfältig prüfen.
Teiloptionen der Werkseinstellungen
Teilweises Zurücksetzen: sichtbare Gruppen hängen von vorhandenen Dateien ab. Voreinstellungen nicht unbesehen übernehmen. Originalbild öffnen ↗

Der Dialog ordnet Dateien nach Namen und Endungen ein. Das ist keine vollständige Bestandsanalyse jedes Plugins. Die elf Referenzfelder einschließlich der Vollreset-Auswahl enthalten Originalhilfe und technische Schlüssel.

Mit Grün → Zurücksetzen folgt eine Bestätigungsfrage. Erst die Zustimmung führt die gewählte Aktion aus; die Rückfrage ist standardmäßig auf Nein gesetzt. Enigma2 beendet sich anschließend und wird vom normalen Startmechanismus neu gestartet. Bei entfernten Settings folgt der Startassistent.

Danach Netzwerkadresse, Tuner, Senderliste, Mounts, Aufnahmeziel und Uhrzeit prüfen. Nicht jede fehlende Erweiterung muss neu installiert werden: häufig fehlt lediglich ihre Konfiguration. Wird eine Sicherung automatisch zurückgespielt, kann der vorherige Zustand sofort wieder auftauchen; siehe AutoRestore.

Zum bloßen Wiederholen des Assistenten auf einer Testbox eignet sich die besser rückgängig zu machende Methode Enigma2 stoppen → Settings umbenennen → Enigma2 starten. Sie ist separat erklärt.