LNB-Typen, Ku-/C-Band und LOF
Das LNB sitzt an der Sat-Schüssel. Es nimmt das Satellitensignal auf und setzt es in einen niedrigeren Frequenzbereich um, den das Koaxialkabel zur Box überträgt. Die passende LNB-Einstellung beschreibt diese Umsetzung und die Steuerung.
LNB-Bauformen
Abschnitt betitelt „LNB-Bauformen“| Typ | Anschluss und Verwendung |
|---|---|
| Single | Ein schaltbarer Teilnehmerausgang für einen konventionellen Empfangsweg |
| Twin | Zwei unabhängige Teilnehmerausgänge |
| Quad | Vier unabhängige schaltbare Teilnehmerausgänge |
| Quattro | Vier feste Ebenen: vertikal/low, horizontal/low, vertikal/high, horizontal/high. An einen passenden Multischalter anschließen |
| Monoblock | Mehrere LNB für verschiedene Positionen mit integriertem Schalter. Portreihenfolge und Winkel müssen passen |
| Unicable-LNB | Gibt angeforderte Transponder auf zugeteilten User Bands aus; eigene SCR-Konfiguration erforderlich |
| Wideband | Meist je ein breiter Frequenzausgang für H und V. Benötigt passende Matrix oder ausdrücklich unterstützten Eingang; kein normaler Universal-LNB-Ersatz |
| Optische Verteilung | Am Receiver zählt das Ausgangssignal des optisch/elektrischen Umsetzers, etwa Legacy oder SCR |
„Single“ bei einem LNB bezeichnet die Zahl der Teilnehmerausgänge; „Single-Tuner“ bezeichnet ein Empfangsteil der Box. Ein Quad-LNB verwandelt einen einzelnen Tuner nicht in vier Tuner.
Ku-Band, C-Band und Polarisation
Abschnitt betitelt „Ku-Band, C-Band und Polarisation“Bei üblichen europäischen Astra-/Hotbird-Haushaltsanlagen wird Ku-Band verwendet. Ein gewöhnliches Universal-Ku-LNB arbeitet für diesen Bereich mit zwei Oszillatorfrequenzen. C-Band liegt tiefer und verwendet andere LNB-Daten, häufig größere Antennen und je nach Dienst lineare oder zirkulare Polarisation. „C-Band“ hat nichts mit DVB-C-Kabelfernsehen zu tun.
Linear: horizontal/vertikal (H/V). Zirkular: links-/rechtsdrehend (L/R). Die Auswahl muss zum LNB und zum Satellitendienst passen. Ein H/V-LNB wird durch einen Menüwert allein nicht zu einem zirkularen LNB.
LOF und Steuersignale verstehen
Abschnitt betitelt „LOF und Steuersignale verstehen“| Feld | Bedeutung / übliches Universal-Ku-Beispiel |
|---|---|
| LOF/L | Lokaler Oszillator für das untere Band, gewöhnlich 9750 MHz |
| LOF/H | Oszillator für das obere Band, gewöhnlich 10600 MHz |
| Schaltschwelle / Threshold | Bandgrenze, gewöhnlich 11700 MHz |
| Spannung | Normalerweise etwa 13 V für V und 18 V für H; Anlage und LNB bestimmen die Verwendung |
| 22-kHz-Ton | Bei Universal-Ku normalerweise aus für Low, an für High |
| Erhöhte Spannung | Sonderfall zur Spannungsversorgung; kein Regler für besseren SNR oder stärkere Antennenverstärkung |
Diese drei Frequenzwerte sind kein Standard für alle LNBs. Bei C-Band, Wideband oder besonderen Oszillatoren den passenden Typ bzw. „Benutzerdefiniert“ mit den Herstellerdaten auswählen. Beispiel der Umsetzung im üblichen Ku-Lowband: 11000 MHz Empfangsfrequenz − 9750 MHz LOF = 1250 MHz Zwischenfrequenz. In der Sendersuche gibst du die Satellitenfrequenz ein, nicht versehentlich die Zwischenfrequenz.
Wenn nur Low/High oder nur H/V funktioniert, prüfe Spannung, Ton, Verkabelung der Quattro-Ebenen und LNB-Daten. Ein vollständiger Sendersuchlauf behebt eine vertauschte Ebene nicht.
Quellstand: OpenATV NimManager.py.
