NAS über SMB/CIFS verbinden
SMB verbindet OpenATV mit Freigaben eines NAS, Windows-PCs oder Samba-Servers. CIFS ist hier auch der Linux-Mounttyp cifs; dieser Name bedeutet nicht, dass SMB1 verwendet wird. Für eine neue Verbindung verwenden wir SMB3 und ein eigenes Benutzerkonto.
Freigabe und Benutzer auf dem NAS vorbereiten
Abschnitt betitelt „Freigabe und Benutzer auf dem NAS vorbereiten“- Aktiviere den SMB-Dienst in der NAS-Verwaltung. Verwende einen aktuellen Server mit SMB2/SMB3-Unterstützung.
- Erstelle einen Ordner beziehungsweise eine Freigabe, zum Beispiel
Recordings. - Richte einen eigenen Benutzer, zum Beispiel
e2recorder, mit Passwort ein. Administratorrechte sind dafür nicht nötig. - Erteile diesem Konto Lese-/Schreibrechte für die Aufnahmefreigabe. Zum ausschließlichen Abspielen reichen Leserechte.
- Prüfe Freigaberechte, Dateirechte und gegebenenfalls Speicherquote. Ein Benutzer kann durch eine Quote keinen Platz mehr haben, obwohl das NAS insgesamt noch freien Speicher zeigt.
Die Menübezeichnungen des NAS hängen vom Hersteller ab. Für einen freigebenden Windows-PC gibt es die konkrete Windows-11-Anleitung.
Verbindung auf der Box anlegen
Abschnitt betitelt „Verbindung auf der Box anlegen“Öffne Menü → Einstellungen → Netzwerk → Netzwerkfreigabeübersicht → MENU → Einhängepunkt manuell hinzufügen.
| Feld | Beispiel und Bedeutung |
|---|---|
| Protokoll | SMB / CIFS |
| Server | Tatsächlicher Hostname oder IP-Adresse des NAS |
| Remote-Pfad | Recordings, der veröffentlichte Freigabename. Kein Windows-Laufwerksbuchstabe und kein NAS-internes /volume…-Verzeichnis |
| Lokale Freigabe | nas-recordings; wird Bestandteil des lokalen Zugriffswegs |
| Einhängemodus | autofs für Einbinden bei Bedarf |
| Benutzername / Passwort | Konto des Servers, im Beispiel e2recorder; nicht automatisch der Root-Zugang der Box |
| SMB-Version | SMB3 als Ausgangspunkt |
| Zeichensatz | UTF-8 für die übliche moderne Umgebung |
| Zugriffsmodus | Lesen/Schreiben für Aufnahmen |
| HDD-Ersatz | Nein für eine zusätzliche NAS-Freigabe |

Speichere und öffne /media/autofs/nas-recordings. Prüfe Dateien und Schreibrechte. Erst danach wählst du diesen Speicher als Aufnahmeziel. Freigaben lassen sich auch über Durchsuchen auswählen; hinterlege die Server-Anmeldedaten, wenn die Auflistung eine Anmeldung verlangt.
Ein fehlender Eintrag in der Netzwerksuche ist nicht gleichbedeutend mit fehlendem SMB-Zugriff. Probiere eine manuelle Definition mit bekanntem Server und Freigabenamen. SMB1 nicht nachinstallieren, nur um eine alte Browserliste zurückzubekommen.
SMB-Version und Sicherheit
Abschnitt betitelt „SMB-Version und Sicherheit“Der geprüfte Dialog bietet SMB3, SMB2 und Legacy (SMB1). Diese Werte erzeugen vers=3.0, vers=2.0 beziehungsweise vers=1.0. Die Auswahl „SMB3“ bedeutet in diesem Stand daher nicht ausdrücklich vers=3.1.1. Erzwingt ein Server ausschließlich einen anderen Dialekt, muss die Kombination aus Image, Client-Kernel und Servervorgabe dazu passen. Die Versionsauswahl nicht durch ein zweites vers= im Zusatzfeld überschreiben.
Signierung schützt vor unbemerkter Veränderung der SMB-Nachrichten; Verschlüsselung schützt zusätzlich deren Inhalt auf dem Übertragungsweg. Moderne Windows-Konfigurationen können Signierung verlangen. Verwende kompatible Clients und authentifizierte Konten, statt Signierung oder Kennwortschutz abzuschalten. Die Windows-Anleitung unterscheidet außerdem die Richtung der Verbindung.
Zusätzliche SMB-Optionen
Abschnitt betitelt „Zusätzliche SMB-Optionen“Für den Einstieg bleibt Optionale Einstellungen leer. Diese Beispiele sind zur Einordnung gedacht, nicht als gemeinsam einzufügende Optimierungszeile:
| Option | Wozu sie dient |
|---|---|
domain=MEDIA-PC |
Bei Bedarf den Windows-Rechnernamen beziehungsweise die Kontendomäne angeben. Für ein lokales Windows-Konto ist das keine Aufforderung, einen Domänenserver einzurichten. |
sec=ntlmssp |
Moderne passwortbasierte NTLMSSP-Anmeldung, häufig bereits Standard des Clients. Kein Rückschritt auf alte sec=ntlm-Rezepte. |
sec=ntlmsspi |
Variante mit erzwungener Signierung, wenn vom verwendeten Client unterstützt und für den Fall erforderlich. |
seal |
Fordert SMB-Verschlüsselung an. Beide Seiten müssen sie unterstützen. |
uid=…, gid=… |
Lokale Besitzerzuordnung, soweit der Server keine passenden Unix-Informationen liefert. Ändert nicht die Berechtigungen des angemeldeten Serverkontos. |
file_mode=…, dir_mode=… |
Lokale Modusdarstellung, abhängig von Server/Unix-Erweiterungen. Ersetzt keine NAS-ACL. |
cache=strict |
Konsistenzorientiertes Client-Caching. Aggressivere Cache-Einstellungen können bei mehreren Schreibern falsche Annahmen über Dateiinhalte erzeugen. |
Nicht jeder Kernel unterstützt jede Option. Ändere jeweils nur den für die konkrete Fehlermeldung nötigen Punkt und kontrolliere das Ergebnis. noperm, pauschales 0777 oder abgeschaltete Sicherheitsfunktionen beheben keine serverseitig verweigerte Anmeldung.
Der Manager erzeugt Benutzer, Passwort, ro/rw, vers und iocharset aus den eigenen Feldern. Diese Parameter im Zusatzfeld werden abgewiesen. Mountdateien und gespeicherte Server-Anmeldungen können Passwörter enthalten: keine vollständige fstab, auto.network oder .cache-Datei öffentlich posten.
Typische Fehler
Abschnitt betitelt „Typische Fehler“| Symptom | Nächster Schritt |
|---|---|
| Anmeldung verweigert | Benutzer, Passwort, Kontodomäne und Sperren am Server prüfen |
| Server sichtbar, Freigabe fehlt | Anmeldung für die Auflistung und Rechte auf genau diese Freigabe prüfen |
| Zugriff per IP geht, Name nicht | Namensauflösung/DHCP-Zuordnung prüfen |
| Dialekt-/Signierungsfehler | Unterstützte SMB-Versionen und Sicherheitsanforderungen beider Seiten abgleichen |
| Lesen geht, Schreiben nicht | Mountmodus, NAS-Freigabe-/Dateirechte und Benutzerquote prüfen |
| Hänger bei ausgeschaltetem NAS | Ausfallverhalten und autofs prüfen |
Prüfstand: SMB-Dialog aufgenommen; die vorhandene CIFS-/autofs-Freigabe wurde bereits lesend und schreibend geprüft. Die zusätzlichen Optionen sind keine einzeln an jedem NAS getesteten Vorgaben.
Quellen: Dialog und Dialekte, Mount-Parameter, CIFS-Mountoptionen, Linux-SMB-Client, SMB1 in Windows.
Für Dateien der Box im Windows-Explorer die Box als Samba-Server einrichten. SMB-Client, Samba-Server und Windows-Erkennung haben getrennte Einträge unter Netzwerkdienste.
