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FBC mit Universal-LNB: ein Kabel, zwei Kabel, mehrere Positionen

Ein konventioneller Universal-LNB liefert pro Teilnehmerleitung eine gewählte SAT-Ebene. FBC kann aus dieser Ebene mehrere Transponder empfangen. Es kann über dieselbe Leitung aber nicht gleichzeitig die anderen drei Ebenen anfordern.

Ebene Polarisation Band Typische Steuerung beim Universal-LNB
VL Vertikal Lowband 13 V, 22 kHz aus
HL Horizontal Lowband 18 V, 22 kHz aus
VH Vertikal Highband 13 V, 22 kHz ein
HH Horizontal Highband 18 V, 22 kHz ein

Low/High beschreibt das Frequenzband am Satelliten, nicht HD/SD oder die Bildqualität. Ein Universal-Ku-LNB verwendet üblicherweise 9750/10600 MHz als lokale Oszillatorfrequenzen und 11700 MHz als Bandgrenze. OpenATV steuert Spannung und Ton anhand des gewünschten Transponders. Die Standardwerte müssen bei einem normalen Universal-LNB nicht manuell verändert werden; andere LNB-Typen haben andere Vorgaben.

Ein Universal-Kabel liefert eine SAT-Ebene an Eingang A und bis zu acht FBC-Demodulatoren
Beispiel: A wählt HL. Weitere Demodulatoren können andere Transponder aus HL verwenden; VL, VH und HH stehen parallel nicht über diese Leitung bereit. Schaubild vergrößern ↗
  1. Das Teilnehmerkabel an den ersten SAT-Eingang des FBC-Blocks anschließen. Vor dem Umstecken die Box stromlos machen.
  2. Menü → Einstellungen → Empfang → Tuner-Konfiguration öffnen und den zugehörigen Root-Tuner A wählen.
  3. Für eine direkte Astra-Anlage: Konfiguration = Einfach, Modus = Einzeln, Satellit = Astra 19.2°E. Ohne vorgeschalteten DiSEqC-Schalter wird kein DiSEqC-Befehl benötigt.
  4. Für B die angebotene interne Verbindung mit Tuner A nutzen, wenn dieser Demodulator ebenfalls aus der einzigen Leitung versorgt werden soll. Nicht Gleich wie A als unabhängige zweite Leitung vorgeben. B ohne externe oder unterstützte interne Versorgung bleibt Nicht konfiguriert und trägt dann keinen eigenen Empfangsweg bei.
  5. Die internen Tuner C–H auf FBC automatisch belassen. Sie benötigen bei dieser Anschlussart keine eigene Satellitenliste und keine SCR-Nummer.
  6. Speichern und einen passenden Sender testen. Die automatische interne Zuordnung erfolgt beim Empfang.
Einfacher FBC-Root-Tuner A für Astra 19.2 Ost
Nicht gespeichertes Menübeispiel für einen klassischen Astra-Anschluss. Die Testanlage selbst nutzt Unicable; sie wurde für dieses Bild nicht auf Universal-Empfang umgestellt. Originalbild öffnen ↗
Interner Tuner in der Betriebsart FBC automatisch
C–H: FBC automatisch verteilt die verfügbaren Empfangswege intern. Diese Option vergibt keine Unicable-Userbänder. Originalbild öffnen ↗

Beispiel einer Grenze: Eine Aufnahme hält A auf HL. Ein weiterer HL-Transponder kann einen freien internen Demodulator nutzen. Ein Sender auf VH lässt sich parallel über dieses eine klassische Kabel nicht empfangen, auch wenn noch Demodulatoren frei sind.

Zwei unabhängige Universal-Zuführungen versorgen A und B mit zwei SAT-Ebenen; C bis H nutzen sie automatisch
Zwei Leitungen erweitern die Auswahl auf bis zu zwei gleichzeitig gewählte Ebenen. Der Block hat weiterhin insgesamt acht Demodulatoren. Schaubild vergrößern ↗

Geeignet sind beispielsweise zwei Ausgänge eines Twin-/Quad-LNBs oder zwei Teilnehmerausgänge eines klassischen Multischalters. Ein normaler Y-Verteiler, der eine Leitung aufteilt, erzeugt keine zweite unabhängig schaltbare Ebene.

  1. Zwei unabhängige Teilnehmerleitungen an die beiden SAT-Eingänge anschließen.
  2. A passend zur Anlage einrichten.
  3. B ebenfalls passend einrichten. Wenn beide Leitungen dieselben Satelliten mit derselben Schalterbelegung anbieten, kann Gleich wie Tuner A verwendet werden. B bleibt dabei ein eigenständig ansteuerbarer Eingang.
  4. C–H auf FBC automatisch belassen und speichern.
Root-Tuner B mit gleicher Konfiguration wie A
Nicht gespeichertes Beispiel: Gleich wie A passt nur zu einer zweiten unabhängigen Leitung mit gleicher Empfangskonfiguration. Es bedeutet weder Durchschleifen noch einen zweiten SCR. Originalbild öffnen ↗

Gleich wie kopiert die Empfangsbeschreibung. Verbunden mit / Durchschleifen beschreibt dagegen einen gemeinsamen Signalweg mit Einschränkungen. Damit kann B bei unterstützter interner Verbindung die Leitung von A mitnutzen; eine zweite unabhängig wählbare Ebene entsteht dadurch nicht.

Auch zwei Kabel liefern nicht alle vier Ebenen gleichzeitig. Die internen Demodulatoren werden passend zur laufenden Belegung verteilt; eine feste Zuordnung „A hat vier, B hat vier“ ist nicht erforderlich. Ein DiSEqC-Multischalter kann je Teilnehmerleitung zusätzlich die SAT-Position wählen. Dann begrenzt pro klassischer Leitung die Kombination aus Position und Ebene die parallel erreichbaren Transponder.

Astra direkt an Eingang A und Hotbird direkt an Eingang B eines FBC-Blocks
Zwei getrennte feste Zuführungen: Ein Eingang kann nicht zu der Position wechseln, deren LNB nur am anderen Eingang angeschlossen ist. Schaubild vergrößern ↗
  • A: Einfach → Einzeln → Astra 19.2°E.
  • B: Einfach → Einzeln → Hotbird 13.0°E.
  • C–H: FBC automatisch.
  • Ohne Schalter auf den jeweiligen Leitungen keinen DiSEqC-Port erfinden. B ist hier nicht „Gleich wie A“, weil die Satelliten verschieden sind.

Beide Positionen können gleichzeitig empfangen werden, jeweils innerhalb der gerade gewählten Ebene ihres Eingangs. Für mehrere Positionen über eine klassische Leitung siehe DiSEqC und AutoDiSEqC.

Feste Astra-Antenne an A, separate drehbare Antenne über ihren Motor an B
Schematisches Anschlussbeispiel. Die Motorantenne ist eine eigene Antenne und wurde für diese Dokumentationsserie nicht praktisch verfahren. Schaubild vergrößern ↗

A wird für die feste Position eingerichtet. B bekommt seine eigene Motor-/USALS-Konfiguration mit korrektem Standort bzw. den passenden DiSEqC-1.2-Positionen. C–H bleiben für die klassische Zuführung automatisch zugeordnet.

Eine Motorbewegung verändert die Position der gesamten Motorantenne. Aufnahmen und interne Demodulatoren, die diese Antenne verwenden, sind davon mitbetroffen. Die separate feste Antenne an A bleibt unabhängig. Zwei Kabel aus derselben motorisierten Antenne können zwar verschiedene Ebenen liefern, aber keine unterschiedlichen Orbitalpositionen gleichzeitig.

Für einen Universal-LNB keine erfundenen SCRs eintragen. Für Unicable umgekehrt nicht bei der klassischen Automatik stehenbleiben, wenn acht unabhängige SCR-Empfangswege genutzt werden sollen. Wideband-Ausgänge mit dauerhaft H/V sind ebenfalls kein normaler Twin-Universal-Anschluss; dazu sind passende Hardware und Anlagenvorgaben nötig.

Die klassischen Anschlussbilder sind bewusst allgemeine Konfigurationsbeispiele. Die nativen Beispielmenüs wurden ohne Speichern geöffnet; die eingerichtete Unicable-Anlage blieb erhalten. Quellbasis: OpenATV Tuner-Konfiguration, Tuner- und LNB-Konfiguration.

Herstellerbeispiel zur internen Verbindung bei einem klassischen Kabel: GigaBlue FBC configuration.