Formatieren und Dateisystem prüfen
Formatieren löscht die Dateien auf dem gewählten Ziel. Zum normalen Einhängen eines bereits verwendbaren Laufwerks ist es nicht erforderlich. Nutze zum Kennenlernen einen leeren beziehungsweise ausdrücklich entbehrlichen USB-Stick.
Welches Ziel ist markiert?
Abschnitt betitelt „Welches Ziel ist markiert?“Öffne die Geräteverwaltung und unterscheide die ganze Gerätezeile von der eingerückten Partition. Grün – Aktion bezieht sich auf genau diese Auswahl.
| Aktion | Zweck und Wirkung |
|---|---|
| Datenpartition formatieren | Legt das Dateisystem dieser Partition neu an und löscht deren bisherige Dateien. |
| Ganzes Speichergerät formatieren / initialisieren | Richtet Partitionstabelle und Partitionen des gesamten Geräts neu ein. Dabei gehen auch andere Partitionen dieses Geräts verloren. |
| Speichergerät schreddern / Wipe | Entfernt die bestehende Speicherstruktur. Das ist keine Wartungsmaßnahme für ein normal funktionierendes Laufwerk. |
| Dateisystem prüfen | Prüft die Struktur eines unterstützten Dateisystems und kann Fehler beheben. Es ist kein vollständiger Hardwaretest. |
| Dateisystem trimmen | Meldet bei unterstütztem Speicher ungenutzte Bereiche an das Gerät. Die Funktion ist nicht für jedes Gerät verfügbar. |
| ext3 nach ext4 konvertieren | Spezialfunktion für bestehende ext3-Dateisysteme. Die angebotene Umstellung ist nicht einfach rückgängig zu machen. |
Beispiel: eine USB-Datenpartition als ext4 formatieren
Abschnitt betitelt „Beispiel: eine USB-Datenpartition als ext4 formatieren“- Prüfe Gerätetyp, Kapazität und Anschluss. Vergewissere dich, dass das Ziel keine benötigten Dateien enthält.
- Beende Zugriffe auf den Stick und hänge die Datenpartition aus.
- Markiere diese Partition und wähle Grün → Speichergerät formatieren.
- Wähle das Dateisystem und eine verständliche Beschriftung, beispielsweise
OPENATV_DEMO. - Lies die Zielangaben erneut. Mit Grün – Start gelangst du zur Bestätigung. Erst deren Bestätigung darf das Formatieren auslösen.
- Warte auf den erfolgreichen Abschluss. Hänge die Partition anschließend ein und kontrolliere Dateisystem, freien Platz und Mountpunkt.

Wenn du stattdessen die ganze Gerätezeile gewählt hast, erscheinen Optionen für die Partitionierung. Im erweiterten Modus können mehrere Partitionen, Größenanteile und Beschriftungen festgelegt werden. Das brauchst du für eine bereits vorhandene, passende Datenpartition nicht.
Welches Dateisystem?
Abschnitt betitelt „Welches Dateisystem?“ext4 ist für die Nutzung als Linux-Aufnahme- und Sicherungslaufwerk geeignet und unterstützt große Dateien. Für den Austausch mit anderen Betriebssystemen können FAT/FAT32, exFAT oder NTFS interessant sein, soweit die entsprechenden Werkzeuge im Image vorhanden sind. FAT32 begrenzt einzelne Dateien auf knapp 4 GiB; längere Aufnahmen können größer werden. Die angebotene Auswahl hängt auch von Größe und installierten Dateisystemwerkzeugen ab. Eine vorhandene, funktionierende HDD muss nicht allein wegen dieser Anleitung neu formatiert werden.
Dateisystem prüfen
Abschnitt betitelt „Dateisystem prüfen“Markiere die Datenpartition und öffne Grün → Dateisystem prüfen. Beende vorher Aufnahmen, Timeshift und andere Zugriffe. Bestätige die Prüfung und warte auf das Ergebnis. Prüfe anschließend, ob das Laufwerk wieder korrekt eingehängt ist.
Eine Prüfung ist sinnvoll nach einem unsauberen Entfernen oder bei Dateisystemfehlern. Wiederholte Ein-/Ausgabefehler können auch Kabel, Stromversorgung oder defekten Speicher betreffen. Vor Reparaturversuchen an wichtigen Daten steht deren Sicherung. Wiederholtes Formatieren ist dafür kein Ersatz.
Was an der Testbox tatsächlich durchgeführt wurde
Abschnitt betitelt „Was an der Testbox tatsächlich durchgeführt wurde“Für diese Anleitung wurde ausschließlich die freigegebene große USB-Partition /dev/sdb2 eines 2-GB-Sticks verwendet. Sie wurde als ext4 mit Label OPENATV_DEMO neu formatiert und unter /media/OPENATV_DEMO eingehängt. Ein Schreib-/Lesetest, Aushängen, eine anschließende Dateisystemprüfung und erneutes Einhängen waren erfolgreich. Die kleine erste USB-Partition blieb bestehen.
Die Vorgänge wurden über die Wartungsschnittstelle der Testbox ausgeführt; die Bilder zeigen die dazugehörigen nativen Enigma2-Dialoge. Die GUI-Bestätigungskette wurde dabei nicht als kompletter Durchlauf getestet. HDD und NAS blieben erhalten; die dauerhaften Mount-Einträge wurden nicht verändert. Der USB-Mount ist vorläufig und wird damit nicht automatisch bei jedem Systemstart wiederhergestellt.
Die Gerätebezeichnung aus dem Beispiel ist keine Aufforderung, auf einer anderen Box /dev/sdb2 zu formatieren. Entscheidend ist immer die neu geprüfte Geräteidentität.
Quellen: Speicheraktionen in der Geräteverwaltung, Formatierungs- und Prüfaufträge.
Weiterführend: Aufnahmen auf dem NAS und Timeshift-Pfade · Dateisysteme: ext4, NTFS, exFAT und FAT32.
