WLAN verbinden: Adapter, Profile und alle Optionen
WLAN verbindet die Box drahtlos mit dem Router. Dafür benötigt OpenATV einen erkannten WLAN-Adapter mit passendem Treiber und Firmware. Ein gespeichertes WLAN-Profil allein bedeutet noch keine aktive Verbindung.
Wo finde ich WLAN?
Abschnitt betitelt „Wo finde ich WLAN?“Menü → Einstellungen → Netzwerk → Netzwerkübersicht
Die Übersicht unterscheidet den Adapter (beispielsweise wlan0) und seine gespeicherten Netzwerke. Die Adaptereinstellungen betreffen unter anderem IP und DHCP. Das WLAN-Profil enthält SSID, Verschlüsselung und Schlüssel. Eine Änderung des Router-WLAN-Passworts gehört daher in das Profil und nicht in die DNS-Einstellungen.

Ein sichtbares Netzwerk hinzufügen
Abschnitt betitelt „Ein sichtbares Netzwerk hinzufügen“- In der Netzwerkübersicht den WLAN-Adapter markieren.
- Mit MENU das Kontextmenü öffnen und WLAN-Netzwerke suchen (Scan Wi-Fi Networks) wählen. Die beschrifteten Farbtasten/OK-Aktionen passen sich der aktuellen Auswahl an.
- Die Suche abwarten und die richtige SSID auswählen. Mehrere Zugangspunkte eines Mesh-WLANs können denselben Namen, aber unterschiedliche BSSIDs haben.
- Die angebotene Verschlüsselung mit dem Router vergleichen und den WLAN-Schlüssel eingeben. Groß-/Kleinschreibung und Sonderzeichen müssen stimmen. Das ist nicht das Passwort der Router-Verwaltungsseite und nicht das root-Passwort der Box.
- Aktiviert = Ja wählen, speichern und dem Verbindungsdialog folgen. Bei einem bereits vorhandenen Profil die angebotene Aktion Verbinden verwenden.
- Nach dem Verbinden die Adapterinformationen prüfen: WLAN verbunden, IP-Adresse vorhanden, passendes Gateway und funktionierende Namensauflösung.
In einer gefüllten Liste helfen Signalstärke, Kanal/Frequenz und Verschlüsselung bei der Auswahl. Ein verstecktes Netz lässt sich nicht allein anhand einer leeren SSID sicher identifizieren. Die Suche speichert noch kein neues Passwort.
Alle Felder des gespeicherten WLAN-Profils
Abschnitt betitelt „Alle Felder des gespeicherten WLAN-Profils“
| Feld | Bedeutung und Verwendung |
|---|---|
| Netzwerkname (SSID) | Exakter Name des WLANs. Bei manueller Anlage vollständig und mit richtiger Groß-/Kleinschreibung eingeben. |
| Aktiviert | Erlaubt, dieses gespeicherte Profil beim Verbindungsaufbau zu verwenden. Deaktivieren löscht das Profil nicht. |
| Priorität | Ordnet mehrere gespeicherte WLANs nach Bevorzugung, sofern angeboten. In der Rangliste steht 1 für die höchste Priorität. Bei einem einzigen Profil kann das Feld entfallen. Diese Rangliste ist nicht dieselbe Zahl wie die interne Priorität in wpa_supplicant. |
| Verstecktes Netzwerk | Aktivieren, wenn der Router die SSID nicht öffentlich aussendet. Das versteckt weder die Funkübertragung noch ersetzt es Verschlüsselung. |
| Verschlüsselung | Muss zur Routerkonfiguration passen. Angeboten werden je nach Zustand Keine, WEP, WPA, WPA2, WPA2/WPA3 und WPA3. Treiber und Adapter müssen das gewählte Verfahren unterstützen. |
| Passwort / Schlüssel | WLAN-Zugangsschlüssel. Eingabe prüfen; Leerzeichen am Anfang/Ende können Teil eines falsch eingegebenen Schlüssels sein. |
WPA2/WPA3 bezeichnet einen Übergangsmodus. Eine entsprechende Auswahl garantiert nicht, dass ein älterer Adapter WPA3 unterstützt. Für ein übliches Heimnetz WPA2 mit AES/CCMP oder WPA3 entsprechend den Fähigkeiten von Router und Adapter verwenden. WEP und altes WPA sind veraltete Verfahren; sie sind keine sinnvolle Abhilfe bei Treiber- oder Verbindungsproblemen. Ein offenes WLAN verschlüsselt die Funkstrecke nicht.
WPA3-Enterprise: kurze Einordnung
Abschnitt betitelt „WPA3-Enterprise: kurze Einordnung“WPA3-Enterprise verwendet eine zentrale Anmeldung über 802.1X/EAP, meist mit einem RADIUS-Server. Je nach EAP-Verfahren werden eine Benutzeridentität, Zugangsdaten, vertrauenswürdige CA-/Serverzertifikate und gegebenenfalls ein Clientzertifikat samt privatem Schlüssel benötigt. Welche Zertifikate und Verfahren gelten, bestimmt die Firmen-IT. Cisco: WPA3 Deployment Guide.
Diese Enterprise-Einrichtung ist über die OpenATV-GUI nicht vollständig möglich. Sie erfolgt manuell, beispielsweise in wpa_supplicant.conf, nach den Vorgaben der IT. Eine Unternehmensanleitung ist hier nicht enthalten. Für typische private WLANs sind WPA2/WPA3-Personal mit einem WLAN-Schlüssel die passenden Verfahren; die Auswahl WPA3 in der einfachen Maske ist keine Einrichtung für WPA3-Enterprise.
Die ursprünglichen Hilfetexte und Suchschlüssel stehen in der WLAN-Optionsreferenz.
Verstecktes WLAN und vorhandene Profile
Abschnitt betitelt „Verstecktes WLAN und vorhandene Profile“Über MENU → WLAN manuell hinzufügen den Namen, die Verschlüsselung und den Schlüssel eintragen. Verstecktes Netzwerk = Ja nur verwenden, wenn dies tatsächlich zur Routerkonfiguration gehört. Danach aktivieren, speichern und verbinden.
Bei mehreren Profilen zunächst den WLAN-Adapter und dann den richtigen Eintrag in der Liste der gespeicherten Netzwerke auswählen. Dort stehen abhängig vom Zustand Bearbeiten/Verbinden, Trennen und das Kontextmenü zur Verfügung. Trennen beendet die laufende Verbindung; Netzwerk löschen entfernt das gespeicherte Profil. Ein Profilwechsel kann Streams und NAS-Zugriffe unterbrechen.
Mehrere WLAN-Profile pro Adapter und gezielt wechseln
Abschnitt betitelt „Mehrere WLAN-Profile pro Adapter und gezielt wechseln“Du kannst mehrere WLAN-Profile für denselben Adapter speichern, beispielsweise für das Heimnetz und einen mobilen Hotspot. Jedes Profil behält seine eigene SSID, Verschlüsselung und seinen Schlüssel. Der Adapter verbindet sich jeweils mit einem ausgewählten WLAN.
- Den WLAN-Adapter auswählen und über WLAN hinzufügen, die Suche oder WLAN manuell hinzufügen ein weiteres Netz speichern. Das bestehende Profil muss dafür nicht gelöscht werden.
- In der Liste Gespeicherte WLAN-Netzwerke das gewünschte Profil markieren.
- Die angebotene Aktion Verbinden auswählen. Falls erforderlich zuerst die aktuelle Verbindung trennen. Nach dem Wechsel IP-Adresse und Erreichbarkeit kontrollieren: Ein anderes WLAN kann einen anderen Adressbereich verwenden.
- Häufig verwendete Profile aktiviert lassen und ihre Priorität festlegen, soweit die Rangliste angeboten wird. Das bevorzugte erreichbare und nutzbare Profil soll oben stehen.
- Ein zeitweise nicht gewünschtes Profil deaktivieren. Löschen nur wählen, wenn auch die gespeicherten Zugangsdaten entfernt werden sollen.
Ein aktives Profil und eine gespeicherte Verbindung sind verschiedene Zustände. Die Priorität steuert die Bevorzugung beim Verbindungsaufbau; sie ist keine Zusage eines sofortigen unterbrechungsfreien Wechsels bei jeder Signaländerung. Beim gezielten Wechsel können Streams und NAS-Verbindungen abbrechen.
Adapter: IP, DHCP, DNS und Bevorzugung
Abschnitt betitelt „Adapter: IP, DHCP, DNS und Bevorzugung“
| Adapteroption | Wozu sie dient |
|---|---|
| Adapter aktivieren | Schaltet die Nutzung dieses Netzwerkadapters ein bzw. aus |
| DHCP | Bezieht IP-Konfiguration vom Router; für den Einstieg meist die passende Wahl |
| IP-Modus | Wählt die angebotenen IPv4-/IPv6-Betriebsarten; passend zum eigenen Netz verwenden |
| IP-Adresse / Netzmaske / Gateway | Bei manueller IPv4-Konfiguration eine freie Adresse und die richtigen Netzparameter eintragen |
| Eigene DNS-Einstellungen | Namensserver dieses Adapters festlegen, wenn automatische bzw. allgemeine DNS-Vorgaben nicht verwendet werden sollen |
| Routenmetrik / Adapterpriorität | Entscheidet bei mehreren nutzbaren Routen über deren Bevorzugung; kleinere Metrik ist normalerweise bevorzugt. Das ist etwas anderes als die WLAN-Profilrangliste. |
| Wake on Wi-Fi / nur Aufwecken | Erscheint nur mit entsprechender Unterstützung. Eine WLAN-Verbindung allein bedeutet nicht, dass die Box aus Deep-Standby drahtlos aufweckbar ist. |
Sichtbarkeit hängt von Hardware, IP-Modus und Bedienebene ab. Details: manuelle IP, DNS und Netzwerktest. Für eine dauerhafte Adresse kann auch eine DHCP-Reservierung im Router sinnvoll sein.
Wenn LAN und WLAN gleichzeitig aktiv sind, beweist ein funktionierender Download noch keinen WLAN-Verkehr. Die Route kann weiterhin über LAN laufen. Für einen eindeutigen WLAN-Test IP, Route und Adapterstatus prüfen; einen LAN-Stecker erst entfernen, wenn lokale Bedienung und WLAN-Zugang sichergestellt sind. Laufende Aufnahmen auf ein NAS vorher berücksichtigen.
Verbindung prüfen
Abschnitt betitelt „Verbindung prüfen“
- SSID: Name des WLANs. BSSID: Kennung des konkreten Zugangspunkts; bei Mesh kann sie wechseln.
- Kanal/Frequenz: Funkband und verwendeter Kanal. 2,4 GHz, 5 GHz oder 6 GHz müssen jeweils von Adapter, Treiber und Router unterstützt werden.
- Signalqualität/Pegel: Funkempfang am Standort. Die Prozentanzeige ist treiberabhängig.
- Linkrate: Ausgehandelte Funkrate, nicht die garantierte Nutzdatenrate für Aufnahmen oder Streams.
- IP/Gateway/DNS: Prüfen die Netzwerkfunktionen nach dem Funk-Verbindungsaufbau.
Probleme der Reihe nach eingrenzen
Abschnitt betitelt „Probleme der Reihe nach eingrenzen“| Zustand | Prüfung |
|---|---|
| WLAN-Adapter fehlt | Adaptererkennung, unterstützter Chipsatz, Treiber/Firmware und USB-Anschluss |
| Kein Netz gefunden | Adapter aktiviert, Antenne/Standort, Router-WLAN eingeschaltet, unterstütztes Frequenzband und Kanal |
| SSID sichtbar, Anmeldung scheitert | Schlüssel und Verschlüsselung; WPA3-Unterstützung, Router-Zugangsbeschränkungen |
| Verbunden, aber keine IP | DHCP-Server, Adressbereich und Router; eine gespeicherte IP allein beweist keine aktive Verbindung |
| IP vorhanden, Internet fehlt | Gateway und tatsächliche Route, danach DNS und Erreichbarkeit des Ziels |
| Internet geht, NAS fehlt | Gleicher Netzbereich, Gastnetz-/Client-Isolation, NAS-Dienst und Mount-Einstellungen |
| Verbindung schwankt | Signal, Störungen, Standort und Auslastung prüfen; reale Übertragungsrate für NAS-Aufnahmen testen |
Für erfahrene Nutzer sind ip addr show wlan0, ip route und – bei vorhandenem Werkzeug – wpa_cli -i wlan0 status nützliche Statusabfragen. Den tatsächlichen Adapternamen verwenden. Keine komplette WLAN-Konfigurationsdatei veröffentlichen: Sie kann Schlüssel enthalten. NAS und Freigaben werden erst geprüft, nachdem die Netzwerkverbindung funktioniert.
Die Bilder zeigen die Einrichtung; eine erfolgreiche Funkverbindung wird durch diese Konfigurationsserie nicht belegt. Grundlage: OpenATV Netzwerkübersicht und WLAN-Dialoge, NetworkManager.
