Servicereferenzen – TV, Radio und IPTV ins Bouquet eintragen
Die erste Zahl wählt den Enigma2-Dienst. Die dritte Zahl beschreibt bei den hier gezeigten Einträgen den Sendertyp. Deshalb bedeutet eine führende 2: nicht „Radio“: Dienst 2 ist die Dateisystem-Factory.
Die Felder lesen
Abschnitt betitelt „Die Felder lesen“Dienst:Flags:Typ:SID:TSID:ONID:Namespace:Reserve:Reserve:Reserve:Pfad4097 :0 :1 :0 :0 :0 :0 :0 :0 :0 :https%3a//media.example.org/live.m3u8Die zweite Zeile ist nur eine ausgerichtete Erklärung, kein direkt einsetzbarer Eintrag. Die echte Syntax steht unten.
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| 1: Dienst | Dezimal: 1 DVB, 4097 ServiceMP3, 5001 gstplayer, 5002 exteplayer3. |
| 2: Flags | Dezimal: 0 im einfachen Senderbeispiel. Andere Werte kennzeichnen etwa Ordner, Marker oder Gruppen. |
| 3: Typ | Hexadezimal: 1 herkömmlicher TV-Typ, 2 Radio. Es gibt weitere DVB-TV-Typen, etwa 19 (hexadezimal) für einen HD-Typ; TV ist also nicht immer nur 1. |
| 4–7: SID, TSID, ONID, Namespace | Sender- und Netzwerkkennung; bei DVB nicht beliebig ändern. Auch IPTV-EPG und Picons können davon abhängen. |
| 8–10 | Weitere Datenfelder; im einfachen Beispiel 0, vorhandene Werte nicht pauschal löschen. |
| Ab Feld 11 | Dateipfad oder Stream-URL. Ein DVB-Live-Sender benötigt hier normalerweise keine URL. |
Die Felder 3–10 werden hexadezimal gelesen. 4097 ist dagegen dezimal und entspricht intern 0x1001. Schreibe in das erste Bouquet-Feld 4097, nicht 1001.
Drei Player für denselben Beispielstream
Abschnitt betitelt „Drei Player für denselben Beispielstream“Die Domain example.org ist ein Platzhalter. Ersetze sie durch eine von dir nutzbare echte Stream-Adresse; die Beispiele liefern kein Programm.
#NAME IPTV Test#DESCRIPTION Beispiel TV - Enigma2#SERVICE 5001:0:1:0:0:0:0:0:0:0:https%3a//media.example.org/live.m3u8#DESCRIPTION Beispiel TV - gstplayer#SERVICE 5002:0:1:0:0:0:0:0:0:0:https%3a//media.example.org/live.m3u8#DESCRIPTION Beispiel TV - exteplayer35001/5002 benötigen ServiceApp samt Playern. 4097 kann durch ServiceApp bereits umgeleitet sein: Für einen echten Vergleich mit dem eingebauten GStreamer-Dienst muss das Wiedergabesystem dort auf original stehen.
Der Doppelpunkt der URL wird hier als %3a geschrieben, damit er nicht als Feld-/Namenstrenner behandelt wird. Auch ein zusätzlicher Doppelpunkt, etwa vor einer Portnummer, muss im codierten Format korrekt behandelt werden. Ein Bouquet-Editor kann das übernehmen. Die URL nicht mehrfach codieren; aus %3a darf nicht versehentlich %253a werden. Vorhandene Query-Parameter und Zugangsdaten müssen erhalten bleiben, gehören aber nicht in öffentliche Fehlerberichte.
Die Nullen sind nur ein minimales Wiedergabebeispiel. Für mehrere reale IPTV-Sender eindeutige, zur EPG-/Picon-Zuordnung passende Referenzen verwenden. Gleiche Namen oder lauter Nullkennungen stellen keine EPG-Verbindung her: Fehlender EPG und IPTV.
Radio richtig kennzeichnen
Abschnitt betitelt „Radio richtig kennzeichnen“#NAME IPTV Radio Test#DESCRIPTION Beispiel RadioRadio steht hier im dritten Feld als 2. Ein nativer DVB-Radiosender beginnt entsprechend beispielsweise mit 1:0:2:; seine echten restlichen Kennungen kommen aus dem Sendersuchlauf. Ob ein Eintrag in der TV- oder Radiobouquetliste erscheint, hängt zusätzlich von der jeweiligen Bouquet-Datei und deren Registrierung ab.
Ein eigenes Testbouquet anlegen
Abschnitt betitelt „Ein eigenes Testbouquet anlegen“Am bequemsten einen Bouquet-Editor mit Enigma2-IPTV-Unterstützung verwenden: bestehende Listen von der Box laden, ein separates Testbouquet anlegen, URL und Diensttyp wählen, zurückübertragen und neu laden. Die genaue Oberfläche hängt vom Editor ab.
Für eine manuelle Textbearbeitung:
/etc/enigma2/bouquets.tvbeziehungsweisebouquets.radiosowie betroffeneuserbouquet.*-Dateien lokal sichern. Eine Settings-Sicherung ist ebenfalls sinnvoll.- In einem freien Zeitfenster die GUI per SSH mit
init 4stoppen, damit Enigma2 die Dateien beim Beenden nicht überschreibt. Das unterbricht Wiedergabe und Aufnahmen. - Das TV-Beispiel als UTF-8-Text mit Unix-Zeilenenden nach
/etc/enigma2/userbouquet.iptvtest.tvübertragen. Noch vorhandene Testdateien nicht versehentlich überschreiben. - In
bouquets.tveine zusätzliche Zeile ergänzen; den bestehenden Inhalt behalten:
#SERVICE 1:7:1:0:0:0:0:0:0:0:FROM BOUQUET "userbouquet.iptvtest.tv" ORDER BY bouquet- Mit
init 3starten und das neue Bouquet in der TV-Favoritenliste öffnen. Bei ausgeblendeten Mehrfachbouquets die entsprechende Senderlisten-Option prüfen.
Für Radio entsprechend userbouquet.iptvtest.radio erstellen und in bouquets.radio registrieren:
#SERVICE 1:7:2:0:0:0:0:0:0:0:FROM BOUQUET "userbouquet.iptvtest.radio" ORDER BY bouquetDie Registrierungszeile ist ein Bouquet-Verweis mit Flags 7; sie wählt keinen IPTV-Player. Nie durch ein globales Ersetzen sämtlicher führender Einsen die ganze Kanalliste verändern. Nach dem Test nur die eigene Bouquet-Datei und deren Verweis entfernen beziehungsweise die vorherige Version wiederherstellen.
Syntax geprüft anhand des Enigma2-Parsers und der Bouquet-Verarbeitung. Die Beispiele wurden nicht in die Senderlisten der Testbox geschrieben.
