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Box als Samba-Server für Windows

Ein Samba-Server bietet Dateien der Box im Netzwerk an. Windows greift beispielsweise auf Aufnahmen zu. Für die Gegenrichtung – die Box greift auf ein NAS zu – ist das Kapitel SMB/CIFS-Freigabe verbinden zuständig.

  1. Unter Menü → Einstellungen → Netzwerk → Netzwerkdienste den Samba Server bei Bedarf installieren, starten und den gewünschten Autostart speichern.
  2. Samba-Server-Einstellungen im Netzwerkmenü öffnen.
  3. Die vier Optionen prüfen und speichern:
Option Wirkung
Auto-Share aktivieren (config.samba.enableAutoShare) Erkannte Speichergeräte automatisch als SMB-Freigaben anbieten. Vor dem Aktivieren prüfen, welche Datenträger dadurch erreichbar werden.
Zugriffsmodus (config.samba.autoShareAccess) Automatische Freigaben auf Lesen/Schreiben oder Nur lesen setzen. Zum Abspielen genügt normalerweise Lesen.
Gastzugang erlauben Erlaubt passenden Freigaben Zugang ohne Samba-Passwort. Moderne Windows-Konfigurationen können Gastzugriff ablehnen.
Name der Arbeitsgruppe Beispielsweise WORKGROUP. Dies ist eine Gruppierung für SMB, keine Windows-Domain-Mitgliedschaft und kein Passwort.

Die gezeigte Testbox erlaubt Gastzugang und Lesen/Schreiben. Das Bild zeigt den vorhandenen Zustand und ist keine Empfehlung, sämtliche Datenträger so freizugeben.

  1. Falls der Dienst die geänderte Konfiguration noch nicht nutzt, Samba zu einem geeigneten Zeitpunkt über die Netzwerkdienste stoppen und starten.
  2. In der Adresszeile des Windows-Explorers \\192.168.1.50 eingeben; eigene Box-IP verwenden. Die tatsächlich angebotenen Freigaben auswählen. Nicht voraussetzen, dass jede Box dieselben Freigabenamen hat.

Das normale Linux-Passwort (passwd) und die Samba-Benutzerdatenbank sind unterschiedliche Dinge. Für einen vorhandenen Linux-Benutzer legt beispielsweise smbpasswd -a BENUTZER interaktiv den Samba-Eintrag an beziehungsweise aktualisiert ihn. Der Benutzer muss existieren und die betreffende Freigabe sowie deren Dateirechte müssen ihn zulassen. Ein neu angelegter Samba-Eintrag allein erzeugt keine eingeschränkte Freigabe.

Bevorzugt ein eigenes Konto mit Zugriff nur auf benötigte Ordner einrichten. BENUTZER ist ein Platzhalter, kein wörtlich zu verwendender Kontoname. Kennwort nicht als Kommandozeilenargument oder in Screenshots schreiben. Die Samba-Dokumentation beschreibt die Passwortverwaltung.

Der geprüfte Dialog bearbeitet Arbeitsgruppe und Gastzugang in /etc/samba/smb-local.conf. Daneben existieren die Hauptkonfiguration /etc/samba/smb.conf und gegebenenfalls automatisch erzeugte Freigaben. Änderungen an einer generierten Datei können später überschrieben werden. Nicht die gesamte Konfiguration durch ein fremdes Beispiel ersetzen.

  • Direkter IP-Zugriff funktioniert, Box fehlt unter „Netzwerk“: Windows network discovery / wsdd2 und das private Windows-Netzwerkprofil prüfen. Entdeckung und Dateizugriff sind getrennt.
  • Anmeldung scheitert: Richtigen Benutzer, Samba-Passwort, Gastregel und gespeicherte Windows-Anmeldedaten prüfen. Windows kann bereits eine Verbindung mit anderen Zugangsdaten zu derselben Box halten.
  • Lesen funktioniert, Schreiben nicht: Freigabemodus, Linux-Dateirechte, Datenträger-Mount und freien Platz prüfen.
  • Freigabe verschwindet: Datenträger tatsächlich eingehängt? Auto-Share aktiv? Samba läuft?

Nicht SMB1 nachinstallieren und nicht die Firewall abschalten, um die Box sichtbar zu machen. Verwende SMB2/3, Anmeldung und passende Freigaberegeln. Die Windows-11-Anleitung erläutert Profil, Firewall und Benutzer. Dateien der Box können auch per SFTP übertragen werden.

Quelle: OpenATV-Samba-Dialog.

Alle vier Samba-Optionen. Gastzugang und Lesen/Schreiben zeigen den vorhandenen Testzustand.
Alle vier Samba-Optionen. Gastzugang und Lesen/Schreiben zeigen den vorhandenen Testzustand. Originalbild öffnen ↗