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NFS-Freigaben verbinden und Optionen verstehen

Bei NFS stellt ein Server einen Exportpfad bereit. OpenATV bindet ihn als Client ein. Dafür muss auf der empfangenden Box kein NFS-Server laufen. Eine zweite Box kann selbst NFS-Server sein.

Aktiviere NFS in der NAS-Verwaltung und erlaube den Zugriff auf den gewünschten Ordner für die IP-Adresse der Box. Eine DHCP-Reservierung im Router hält diese Zuordnung stabil. Erlaube Schreiben nur, wenn dort aufgenommen oder gelöscht werden soll. Übernimm den angezeigten Exportpfad, nicht den SMB-Freigabenamen.

NFS im üblichen Heimnetz mit AUTH_SYS arbeitet mit Clientadresse und Benutzer-/Gruppenkennungen (UID/GID). Ein SMB-Benutzer samt Passwort erteilt keine NFS-Rechte. NFSv4 ist außerdem nicht automatisch verschlüsselt; dieser Grundablauf gehört in ein vertrauenswürdiges lokales Netz.

Öffne Menü → Einstellungen → Netzwerk → Netzwerkfreigabeübersicht → MENU → Einhängepunkt manuell hinzufügen. Die Adresse 192.0.2.10 ist ausschließlich ein Dokumentationsbeispiel und muss ersetzt werden.

Feld Beispiel
Aktiviert / Protokoll Ja / NFS
Server Adresse deines NAS; im Bild 192.0.2.10
Remote-Pfad Vom Server genannter Export, im Beispiel /srv/recordings
Lokale Freigabe nas-recordings
Einhängemodus Beim ersten Zugriff einbinden (autofs)
Als Festplattenersatz verwenden Nein; Aufnahmeordner später gezielt auswählen
Zugriffsmodus Lesen/Schreiben für Aufnahmen, sonst gegebenenfalls Nur Lesen
NFS-Version Zunächst Automatisch, sofern der Server keine bestimmte Version verlangt
NFS-Mountdialog mit Beispielserver, Exportpfad und autofs
Ungespeichertes Beispiel im echten Dialog. Die Adresse gehört keinem getesteten NAS; vorhandene Freigaben wurden nicht verändert. Originalbild öffnen ↗

Speichere deine eigenen Angaben und öffne /media/autofs/nas-recordings in der Dateiauswahl. Der erste Zugriff löst das Mounten aus. Prüfe das Lesen und mit einer entbehrlichen Testdatei auch Erstellen, Umbenennen und Löschen. Für Aufnahmen folgt die Auswahl des NAS-Aufnahmeziels.

Automatisch überlässt die Versionswahl dem Client und Server. Eine feste Auswahl erzwingt NFSv3 beziehungsweise NFSv4 und kann bei unpassender Gegenstelle scheitern. Der Pfad kann sich unterscheiden: Bei NFSv4 kann ein vom Server bereitgestellter Exportbaum einen anderen Clientpfad ergeben als der lokale Verzeichnisname.

NFSv3 verwendet neben NFS üblicherweise weitere RPC-Dienste für Mount-Ermittlung und Sperren. NFSv4 vereint mehr Funktionen im Protokoll und verwendet normalerweise TCP 2049. Bei einer Firewall zwischen Box und NAS müssen die zum tatsächlich eingesetzten Verfahren gehörenden Dienste gezielt erlaubt sein. Nur Port 2049 freizugeben genügt nicht pauschal für NFSv3.

showmount -e SERVER kann vorhandene Exporte ermitteln, wenn das Werkzeug und der entsprechende Serverdienst verfügbar sind. Ein reiner NFSv4-Server muss diese Abfrage nicht beantworten. Eine leere Suche ist deshalb kein sicherer Beweis für einen fehlenden Export; nutze die Serverangaben.

NFS-Einstellungen mit markiertem Timeout und Optionen für Sperren, Blockgrößen und Soft Mount
Timeout und Soft Mount beeinflussen Fehlerverhalten. Sie sind keine allgemeinen Beschleunigungsschalter. Originalbild öffnen ↗
Einstellung Bedeutung und Ausgangspunkt
NFS-Dateisperren verwenden Für koordinierten Dateizugriff aktiviert lassen. „Nein“ setzt nolock; nur bei einem dafür geeigneten alten Server gezielt verwenden. NFSv4-Sperren sind Teil des Protokolls.
Lese-/Schreibblockgröße rsize und wsize begrenzen die Datenmenge pro Anfrage. Automatisch lässt den passenden Wert aushandeln. Die festen Größen sind keine Netzwerk-MTU.
Timeout 0 im Dialog lässt den Kernelstandard bestehen. Andere Werte werden als timeo übernommen: Zehntelsekunden, beispielsweise 50 = 5 Sekunden vor einem Wiederholungsversuch. Das begrenzt nicht die Gesamtdauer eines blockierten Zugriffs.
Soft mount Standardmäßig Nein: der normale Hard-Mount wiederholt ausgefallene Anfragen und kann dabei warten. Soft kann Fehler an die Anwendung zurückgeben; bei Schreibzugriffen sind Datenverlust oder beschädigte Dateien möglich. Für Aufnahmen nicht als pauschale Spinner-Lösung aktivieren.
Optionale Einstellungen Zusätzliche, nicht bereits oben gesetzte Mount-Parameter, durch Kommas getrennt. Der geprüfte Dialog lehnt doppelte beziehungsweise reservierte Optionen ab.

Der geprüfte Manager erzeugt proto=tcp selbst. Er setzt bei Automatisch keine feste NFS-Version oder Blockgröße und bei Soft = Nein kein soft. Schreibe rw, nfsvers, rsize, wsize, timeo, hard oder soft nicht nochmals in das Zusatzfeld. Alte Beispielzeilen mit udp, nolock oder extrem kleinen Zeitlimits nicht ungeprüft übernehmen.

Prüfe zuerst Client-IP, Exportpfad, NFS-Version und Exportregeln. Dann folgen die Dateirechte auf dem Server: rw erlaubt grundsätzlich Schreiben, erzeugt aber keine fehlenden Benutzerrechte.

Viele Enigma2-Prozesse laufen als Root. Ein Server mit root_squash bildet diese Zugriffe auf einen unprivilegierten Benutzer ab. Darf dieser den Aufnahmeordner nicht beschreiben, scheitert die Aufnahme trotz erfolgreichem Mount. Richte auf dem NAS eine passende, auf diesen Ordner begrenzte Benutzerzuordnung oder Berechtigung ein. no_root_squash gibt dem Client weitgehende Root-Rechte und ist keine allgemeine Reparaturanweisung.

Bei NAS-Ausfällen helfen autofs, fstab und Spinner verstehen und Logs finden.

Prüfstand: Native Dialoge mit ungespeicherten Beispieldaten und Quellcode geprüft. Für dieses Kapitel wurde kein fremder NFS-Export eingerichtet oder eine Aufnahme über NFS ausgeführt.

Quellen: Mountdialog, erzeugte Optionen, NFS-Client und Fehlerverhalten, NFS-Grundlagen.