NAS und Netzwerkfreigaben einbinden
Eine Netzwerkfreigabe macht einen Ordner auf einem NAS oder Server in OpenATV nutzbar. Das Mounten verbindet die entfernte Freigabe mit einem lokalen Verzeichnis. Dadurch können Anwendungen darauf ähnlich wie auf einen angeschlossenen Datenträger zugreifen.
Was du benötigst
Abschnitt betitelt „Was du benötigst“- Eine funktionierende Netzwerkverbindung.
- Eine auf dem NAS oder Server bereits eingerichtete Freigabe.
- Servername oder IP-Adresse, Freigabename beziehungsweise NFS-Exportpfad und die erforderlichen Zugriffsrechte.
- Bei SMB gegebenenfalls Benutzername und Passwort eines NAS-Benutzers.
Die Freigabe muss auch auf dem Server freigegeben sein. Ein Eintrag in OpenATV erzeugt keinen Ordner und keine Berechtigung auf dem NAS.
Den passenden Ablauf wählen
Abschnitt betitelt „Den passenden Ablauf wählen“| Dein Ziel | Anleitung |
|---|---|
| Einen NFS-Export des NAS einbinden | NFS verbinden und Optionen verstehen |
| Eine NAS-Freigabe mit Benutzer und Passwort einbinden | SMB/CIFS einrichten |
| Einen Windows-Ordner für die Box freigeben oder vom PC auf das NAS zugreifen | Windows 11, Benutzer, Rechte und Firewall |
| Mountmodus wählen oder einen Spinner bei ausgefallenem NAS einordnen | autofs, fstab und Offline-Verhalten |
| Dateien der Box einer zweiten Box anbieten | Enigma2 als NFS-Server und /etc/exports |
| Auf das NAS aufnehmen oder Timeshift planen | Aufnahmeziele und HDD-Ersatz |
| ext4, NTFS, exFAT und FAT32 unterscheiden | Dateisysteme und Netzwerkprotokolle |
Menüweg
Abschnitt betitelt „Menüweg“Menü → Einstellungen → Netzwerk → Netzwerkfreigabeübersicht
Mit Durchsuchen kannst du nach angebotenen Freigaben suchen. Für einen bekannten Server lässt sich eine Freigabe auch manuell anlegen.
Eine SMB-Freigabe manuell anlegen
Abschnitt betitelt „Eine SMB-Freigabe manuell anlegen“- Öffne die Netzwerkfreigabeübersicht und drücke MENU.
- Wähle Einhängepunkt manuell hinzufügen (Add Mount Manually).
- Trage die folgenden Angaben passend zu deiner Freigabe ein.
nasundAufnahmensind hier nur Beispiele.
| Feld | Beispiel und Erklärung |
|---|---|
| Aktiviert | Ja – die Definition soll verwendet werden |
| Protokoll | SMB / CIFS – der Mounttyp cifs unterstützt auch moderne SMB-Versionen; der Name bedeutet nicht SMB1 |
| Server | nas oder die tatsächliche IP-Adresse des NAS |
| Remote-Pfad | Aufnahmen – der freigegebene Name auf dem NAS; Server und Freigabe getrennt eintragen |
| Lokale Freigabe | nas-aufnahmen – der Name des lokalen Mount-Verzeichnisses |
| Einhängemodus | Beim ersten Zugriff einbinden (autofs) für den Einstieg |
| Benutzername / Passwort | Zugangsdaten des NAS-Benutzers |
| SMB-Version | SMB3, sofern der Server es unterstützt; im geprüften Dialog ist dies die Vorgabe für neue Freigaben |
| Zugriffsmodus | Lesen/Schreiben für Aufnahmen; Nur Lesen genügt zum Abspielen vorhandener Dateien |
| Als Festplattenersatz verwenden | Für dieses erste Beispiel ausgeschaltet lassen |
- Speichere die Definition über die angezeigte Speicheraktion.
- Öffne den lokalen Pfad
/media/autofs/nas-aufnahmenüber die Dateiauswahl der Anwendung, in der du die Freigabe nutzen möchtest. Bei autofs löst dieser Zugriff das Einbinden aus. - Prüfe, ob die Dateien der Freigabe sichtbar sind. Für die Nutzung als Aufnahmeziel wähle den entsprechenden Ordner zusätzlich in den Aufnahmeeinstellungen und teste eine kurze Aufnahme.
Beispiel einer eingebundenen Freigabe
Abschnitt betitelt „Beispiel einer eingebundenen Freigabe“
In diesem Beispiel lautet der lokale Zugriffspfad /media/autofs/media. Dort wurden Schreiben und Lesen mit einer kleinen Testdatei geprüft. Der Status Aktiviert beschreibt die gespeicherte Definition; Eingehängt beschreibt den ermittelten Zugriffszustand. Entscheidend bleibt, ob die Zielanwendung die Dateien tatsächlich öffnen und gegebenenfalls schreiben kann.
Welcher lokale Pfad gehört zu welchem Modus?
Abschnitt betitelt „Welcher lokale Pfad gehört zu welchem Modus?“| Modus | Lokaler Pfad |
|---|---|
Beim ersten Zugriff einbinden (autofs) |
/media/autofs/NAME |
Beim Start einbinden (fstab), ohne HDD-Ersatz |
/media/net/NAME |
fstab mit HDD-Ersatz |
/media/hdd |
NAME entspricht dem Feld Lokale Freigabe. Diese Zuordnung ist für den hier geprüften OpenATV-8.0-Stand bestätigt.
SMB oder NFS?
Abschnitt betitelt „SMB oder NFS?“SMB verwendet üblicherweise den Freigabenamen und ein Benutzerkonto. Bei NFS gibst du den vom Server bereitgestellten Exportpfad ein. Der NFS-Server muss den Zugriff für die Box erlauben; die SMB-Anmeldefelder sind dafür nicht zuständig. Verwende den Exportpfad so, wie ihn die Serververwaltung vorgibt.
Wichtige Optionen verstehen
Abschnitt betitelt „Wichtige Optionen verstehen“- autofs: Bindet die Freigabe beim ersten Dateizugriff ein. Eine vorher nicht als aktiv gemountet angezeigte Freigabe muss deshalb noch kein Fehler sein.
- fstab: Bindet die Freigabe beim Start ein. Der Server muss dann entsprechend erreichbar sein.
- HDD-Ersatz: Verwendet beim
fstab-Modus/media/hddanstelle eines eigenen Pfades unter/media/net. Im hier geprüftenautofs-Modus bleibt der Pfad unter/media/autofs. Bei einer bereits unter/media/hddeingebundenen Festplatte lasse den HDD-Ersatz für die zusätzliche NAS-Freigabe ausgeschaltet. - Optionale Einstellungen: Zusätzliche Mount-Parameter. Für den ersten Versuch leer lassen, solange keine konkrete Anforderung besteht.
autofs hilft bei nur gelegentlich erreichbaren Servern, verhindert jedoch nicht jeden wartenden Dateizugriff. Schon eine Ordnerprüfung kann einen Mount auslösen. Die Erklärung zu Startverzögerungen und Spinnern unterscheidet Mount-Leerlauf und Protokoll-Timeouts.
Wenn es nicht klappt
Abschnitt betitelt „Wenn es nicht klappt“| Problem | Zuerst prüfen |
|---|---|
| Server wird nicht gefunden | Serveradresse und Netzwerk; bei Namensproblemen zum Test die bekannte IP-Adresse verwenden |
| Zugriff verweigert | Benutzer, Passwort und serverseitige Freigaberechte |
| Dateien sichtbar, Aufnahme scheitert | Schreibrechte, freien Speicher und den ausgewählten Aufnahmeordner |
| Manuelles Einbinden fehlt | Bei autofs stattdessen den lokalen Ordner öffnen |
Alle Optionen der Netzwerkfreigabe · Häufige Fragen
Quellen: Freigabedialog und Vorgaben für neue Mounts, Zuordnung der Einhängepfade. Die vorhandene CIFS-/autofs-Freigabe wurde praktisch auf Schreib- und Lesezugriff geprüft; die Neueinrichtung aller Protokollvarianten ist damit nicht vollständig getestet.
Die Box ist beim Mounten ein Client. Für die Gegenrichtung siehe Samba-Server oder NFS-Server. Aktivierung und Status stehen unter Netzwerkdienste; Adressen und Namensauflösung unter LAN und DNS.
