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Windows 11 für Netzwerkfreigaben vorbereiten

Zuerst die Richtung klären: Wenn die Box auf einen Windows-Ordner zugreift, ist Windows der SMB-Server. Wenn du im Windows-Explorer Dateien vom NAS oder Receiver öffnest, ist Windows der Client. Eine Änderung am Windows-SMB-Client repariert nicht automatisch eine eingehende Verbindung der Box.

Das Beispiel verwendet einen PC MEDIA-PC, den Benutzer e2recorder und die Freigabe Recordings. Die Namen sind frei gewählte Beispiele. PC und Box müssen sich im selben erreichbaren Heimnetz befinden; ein isoliertes Gast-WLAN ist ungeeignet. Der PC muss während Aufnahme und Wiedergabe eingeschaltet und wach bleiben.

Öffne Start → Einstellungen → Netzwerk und Internet. Bei Kabelanschluss wählst du Ethernet, bei WLAN WLAN → das verbundene Netzwerk. Stelle unter Netzwerkprofiltyp auf Privates Netzwerk um. Das gilt nur für ein eigenes, vertrauenswürdiges Netz; öffentliche Netze behalten ihr öffentliches Profil. Microsoft: Netzwerkprofile.

Wechselt die IP-Adresse des PCs, kann eine gespeicherte Serveradresse ungültig werden. Nutze einen zuverlässig auflösbaren PC-Namen oder eine DHCP-Reservierung, wenn du mit einer festen Adresse arbeiten möchtest.

Öffne Einstellungen → Netzwerk und Internet → Erweiterte Netzwerkeinstellungen → Erweiterte Freigabeeinstellungen. Alternativ suche in den Einstellungen nach „Erweiterte Freigabeeinstellungen“.

Im Bereich Private Netzwerke aktivierst du Netzwerkerkennung und Datei- und Druckerfreigabe. Unter Alle Netzwerke bleibt Kennwortgeschütztes Freigeben eingeschaltet. Die Bezeichnungen können mit Windows-Updates leicht variieren.

Die Netzwerkerkennung erleichtert das Auffinden. Sie erstellt noch keinen freigegebenen Ordner und vergibt keine Rechte. Microsoft beschreibt die Freigabefunktionen unter Dateifreigabe im Netzwerk; dieses Handbuch verwendet dabei ausdrücklich Konten mit Passwort.

Öffne Einstellungen → Konten → Andere Benutzer → Konto hinzufügen. Wähle Ich kenne die Anmeldeinformationen für diese Person nicht und anschließend Benutzer ohne Microsoft-Konto hinzufügen. Lege beispielsweise e2recorder mit eigenem Passwort an und belasse den Kontotyp bei Standardbenutzer. Microsoft: Benutzerkonten verwalten.

Dieses Konto dient dem Dateizugriff; es benötigt keine Administratorrechte. Verwende ein echtes Kontopasswort, keine Windows-Hello-PIN. Die PIN der lokalen PC-Anmeldung ist nicht das Passwort für den SMB-Zugriff der Box.

4. Ordner und beide Berechtigungsebenen einrichten

Abschnitt betitelt „4. Ordner und beide Berechtigungsebenen einrichten“

Lege einen eigenen lokalen Ordner an, beispielsweise C:\E2Recordings auf einem geeigneten Laufwerk mit ausreichend Platz. Verwende dafür einen tatsächlich lokal verfügbaren Ordner, keinen nur online verfügbaren Cloud-Platzhalter.

  1. Rechtsklick auf den Ordner → Eigenschaften → Freigabe → Erweiterte Freigabe.
  2. Diesen Ordner freigeben aktivieren und als Freigabenamen Recordings verwenden.
  3. Unter Berechtigungen das Konto MEDIA-PC\e2recorder hinzufügen. Für Aufnahmen Lesen und Ändern erlauben; Vollzugriff ist nicht nötig. Für reine Wiedergabe genügt Lesen.
  4. Unter Eigenschaften → Sicherheit dasselbe Konto hinzufügen und für Aufnahmen Ändern auf diesen Ordner erlauben. Auf einem NTFS-Laufwerk ist dies die zweite, unabhängige Rechteebene.
  5. Übernehmen und kontrollieren, dass keine andere Regel den Zugriff verweigert. Vermeide eine pauschale Freigabe des ganzen Laufwerks.

Freigaberechte und Dateirechte müssen beide passen. Schreibrecht auf nur einer Ebene reicht nicht. Löschen und Umbenennen gehören zum Aufnahmealltag, etwa beim Verwalten von Begleitdateien.

Die Windows-Firewall bleibt eingeschaltet. Öffne bei blockierter Verbindung Windows-Sicherheit → Firewall- und Netzwerkschutz → Erweiterte Einstellungen, oder starte wf.msc.

Prüfe unter Eingehende Regeln die vorhandene Regel Datei- und Druckerfreigabe (SMB eingehend / SMB-In) für TCP 445. Sie muss im privaten Profil aktiviert sein und die Verbindung zulassen. Begrenze den Gültigkeitsbereich bei Bedarf auf die Boxadresse beziehungsweise das eigene lokale Subnetz. Aktiviere nicht wahllos Regeln für alle Profile.

Prüfe für die Suche außerdem die vorgesehenen Netzwerkerkennungsregeln im privaten Profil. Bei einer Firewall eines Drittanbieters müssen dieselben vorgesehenen Zugriffe dort erlaubt werden. Regeln und Profile erklärt Microsoft unter SMB-Freigabeports und SMB-Verkehr absichern.

Eine korrekt erlaubte SMB-Verbindung garantiert noch keine Anzeige in jeder Gerätesuche. Windows und Enigma2 können unterschiedliche Erkennungsverfahren verwenden. Manuelles Eintragen des Servers ist ein normaler Weg und benötigt kein SMB1. Auch ein blockierter Ping allein beweist nicht, dass TCP 445 blockiert ist.

Lege auf der Box einen SMB/CIFS-Mount an:

Feld Wert für dieses Beispiel
Server Erreichbarer PC-Name MEDIA-PC oder seine tatsächliche IP
Remote-Pfad Recordings, nicht C:\E2Recordings
Benutzername e2recorder
Passwort Passwort dieses Windows-Kontos
Optionale Einstellungen Falls eine Kontoqualifizierung nötig ist: domain=MEDIA-PC
SMB-Version / Modus SMB3 / autofs
Lokale Freigabe windows-recordings

Öffne /media/autofs/windows-recordings. Prüfe Lesen, Erstellen, Umbenennen und Löschen einer entbehrlichen Testdatei. Danach erst das Aufnahmeziel auswählen und eine kurze Aufnahme testen. Für einen dauerhaft ausgeschalteten oder schlafenden PC hilft kein Mount-Schalter; beachte NAS-Ausfälle und Spinner.

Öffne im Explorer \\SERVER\Recordings, wobei Server und Freigabename vom NAS beziehungsweise Samba-Server stammen. Nutze bei Bedarf Dieser PC → … → Netzlaufwerk verbinden, wähle einen freien Buchstaben und Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen. Melde dich mit einem Konto des Servers an.

Ein NFS-Export allein ist keine SMB-Freigabe für den Explorer. Soll Windows Dateien einer Enigma2-Box über SMB lesen, benötigt diese einen eingerichteten Samba-Server und einen freigegebenen Ordner. Samba kann eine eigene Passwortdatenbank verwenden; passwd für den Linux-Root-Zugang richtet nicht automatisch ein Samba-Konto ein. Verwende die Kontoeinrichtung der jeweiligen Serverkonfiguration. Für reinen Dateitransfer zur Box ist SFTP eine weitere Möglichkeit.

Hat Windows alte Zugangsdaten gespeichert, trenne die betroffene Netzwerkverbindung und kontrolliere den passenden Eintrag in der Anmeldeinformationsverwaltung → Windows-Anmeldeinformationen. Ändere nur den Eintrag für diesen Server. Andere noch offene Verbindungen zu demselben Server können die Anmeldung mit einem zweiten Konto verhindern.

Windows 11 24H2 Pro, Enterprise und Education verlangen standardmäßig SMB-Signierung für eingehende und ausgehende Verbindungen; Home hat andere Standardvorgaben. Weitere Richtlinien können Anforderungen verändern. Stelle kompatible, aktuelle Clients/Server und Konten mit Passwort bereit. Signierung nicht als allgemeine Fehlerbehebung abschalten und unsichere Gastanmeldung nicht freigeben. Microsoft: SMB-Signierung.

SMB1 nicht installieren; Firewall und Kennwortschutz nicht abschalten. Eine alte NAS-Firmware oder ein nicht kompatibler Receiver-Client wird durch diese Maßnahmen nicht zu einer guten aktuellen Konfiguration. Prüfe stattdessen Versionen, Rechte, Konto, Pfad und gezielte Firewall-Regeln. Microsoft: SMB1 ist veraltet.

Prüfstand: Ablauf mit aktueller Microsoft-Dokumentation und dem OpenATV-Mountdialog abgeglichen. Auf dem PC des Betreibers wurden keine Benutzer, Freigaben, Netzwerkprofile oder Firewall-Regeln verändert; ein vollständiger Windows-Aufnahmetest steht aus.