DAB+: Satellitenfeeds, RTL-SDR und Einstellungen
DAB+ ist Digitalradio mit mehreren Programmen in einem Ensemble. In diesem OpenATV-8.0-Quellstand gibt es zwei Empfangswege: DAB-over-DVB über unterstützte Satelliten-Zuführungen und terrestrisches DAB+ über einen geeigneten RTL-SDR-USB-Empfänger. Normales DVB-S-Radio und Internet-Radio sind davon verschieden.
DAB+ über Satellit
Abschnitt betitelt „DAB+ über Satellit“Die Box empfängt einen DVB-Transponder, aus dem der Backend-Dienst den DAB-Ensemble-Datenstrom gewinnt. Das setzt einen in der Definition unterstützten Feed, passende Sat-Einrichtung und installierte Decoder voraus. Es genügt nicht, irgendeinen Radiosender auf DAB+ umzubenennen. Ein örtlicher DVB-T2-Tuner empfängt dadurch ebenfalls nicht automatisch terrestrisches DAB+.
Menü → Einstellungen → Empfang → DAB+ Einstellungen zeigt gemeinsame Optionen und, abhängig von verfügbaren Quellen, die Auswahl der zu scannenden Satelliten. Danach DAB+ Suchlauf öffnen. Dieser führt den Scan aus und kann den benötigten Empfangstuner belegen; nicht während wichtiger Aufnahmen starten.
DAB+ mit RTL-SDR-USB-Stick
Abschnitt betitelt „DAB+ mit RTL-SDR-USB-Stick“- Einen tatsächlich kompatiblen Stick und eine für DAB geeignete Antenne anschließen. Nicht jeder USB-DVB-T-Stick unterstützt diesen Backend-Pfad.
- Passendes Backend vom Image-Feed installieren, falls es fehlt. Das Vorhandensein des Pakets beweist noch keinen erkannten USB-Tuner.
- DAB+ Einstellungen öffnen, Aktualisieren verwenden und Hardwarestatus prüfen.
- DAB+-Modus aktivieren, Empfänger und Scanregion wählen. DVB-T und DAB+ können denselben USB-Stick nicht gleichzeitig verwenden.
- Zunächst automatische Verstärkung verwenden; erst bei Empfangsproblemen manuelle RF-Verstärkung und ppm-Korrektur gezielt ändern.
- DAB+ Suchlauf starten und danach die neu erzeugten Radio-Bouquets öffnen.
Alle Einstellungen
Abschnitt betitelt „Alle Einstellungen“| Option | Zweck |
|---|---|
| DAB+-Slideshow anzeigen | Übertragene Stationsbilder statt statischem Radiohintergrund; nur wenn der Sender Bilder liefert |
| Empfangsquellen durchsuchen | USB, Satellitenfeeds oder beide, wenn beides verfügbar ist |
| Satellitenfeeds durchsuchen | Einzelne konfigurierte Positionen an-/abwählen; Auswahl erscheint bei mehreren verfügbaren Positionen |
| DAB+-Modus aktivieren | Gewählten RTL-SDR für DAB+ verwenden |
| Tuner auswählen | Automatisch oder konkretes erkanntes USB-Gerät |
| Scanregion | Beschränkt die DAB-Frequenzblöcke nach dab.xml |
| Automatische Verstärkung | RF-Verstärkung vom Backend wählen lassen |
| RF-Verstärkung | Position im unterstützten Verstärkungsbereich; das Backend wählt den nächsten verfügbaren Schritt |
| Frequenzkorrektur / ppm | Oszillatorabweichung korrigieren; kein Kanal- oder Lautstärkeregler |
| DVB-Kerneltreiber sperren, falls angeboten | Verhindert Belegung durch den DVB-T-Treiber zugunsten RTL-SDR; beim Speichern kann eine dauerhafte Treiberkonfiguration entstehen, nicht nur eine Anzeigeänderung |
| Aktualisieren | USB-Inventar neu einlesen; die Ansicht öffnet den Tuner dabei bewusst nicht exklusiv |
Die Diagnose zeigt je nach Gerät Status, Modell, Hersteller, Produkt, Seriennummer, USB-ID, USB-Port, Geschwindigkeit, Kerneltreiber, DVB-Frontend, erkannten Tuner und Verstärkungsstufen. „Backend fehlt“ und „kein USB-Gerät erkannt“ sind unterschiedliche Ursachen. Ein von DVB-T belegter Stick steht DAB+ nicht zugleich zur Verfügung.
Dateien, Decoder und Ergebnisse
Abschnitt betitelt „Dateien, Decoder und Ergebnisse“Die paketierte Definition liegt unter /usr/share/enigma2/dab.xml. Eine lokale /etc/enigma2/dab.xml ersetzt sie für eigene Tests/Anpassungen; eine alte lokale Datei kann deshalb neue Paketdefinitionen verdecken. Das XML enthält Satelliten-, Transponder- und Transportparameter sowie terrestrische Blöcke. Stationsnamen und Dienste werden aus dem empfangenen Ensemble gelesen.
Der geprüfte Code unterstützt Feedpfade mit fedi2eti, tsniv2ni, ts2na12 und ts2na sowie den RTL-SDR-Pfad. Diese Begriffe sind Transportdecoder, keine Antennentypen. Ergebnisse werden als Radio-Bouquets registriert; Fehlschläge sind im Scanstatus und in Enigma2-Logs mit DABScan erkennbar. /tmp-Diagnosen sind flüchtig. Bei fehlender Funktion zuerst Image-/Backendstand, verfügbare Quelle und Empfang prüfen.
Grundlagen: WorldDAB erklärt DAB. Die Anleitung beschreibt die Softwarefunktionen; ein terrestrischer DAB+-USB-Empfangstest wurde auf der bisherigen Testbox nicht durchgeführt.
Quellstand: OpenATV DABScan.py.
Ansichten auf der Box
Abschnitt betitelt „Ansichten auf der Box“

